Die mittelalterliche Mystik des deutschen Sprachraums (auch «Rheinische Mystik» genannt) wurde von der protestantischen Kirchengeschichtsschreibung seit dem 19. Jahrhundert als Wegbereiterin der Reformation angesehen. Dabei wurde jedoch häufig nur auf die Beziehung Luthers zur Tradition der deutschen Mystik abgehoben und die Frage nach dem Verhältnis zwischen der spätmittelalterlichen Mystik und der reformatorischen Theologie in anderen Ländern ausgeklammert. Die Tagung stellt sich die Aufgabe, diese Engführung in der Mystikforschung zu korrigieren, indem sie die komplexe Verbindung zwischen der spätmittelalterlichen Mystik und der Reformation im helvetischen Kontext in den Mittelpunkt stellt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefen ihre theologiegeschichtlichen und spiritualitätsgeschichtlichen Kenntnisse mit Blick auf die Schweiz.
Seelsorgerinnen / Seelsorger
Religionslehrerinnen / Religionslehrer
Katechetinnen / Katecheten
Gesamtdauer der Veranstaltung: zweieinhalb Tage. Eine partielle Teilnahme nur an bestimmten Tagen bzw. einzelnen Vorträgen ist möglich.
Kosten: 20,00 CHF bei Teilnahme an der gesamten Tagung oder einzelnen Teilen davon; die Teilnahme am öffentlichen Abendvortrag von Prof. Dr. Freimut Löser am 29.05.2026 ist kostenlos.
In der Tagungsgebühr sind der Apéro riche am 28.05.2026 sowie die Kaffeepausen am 29./30.05.2026 inbegriffen. Das Mittag- und Abendessen am 29./30.05.2026 muss hingegen selbst organisiert werden.
Auch eine allfällige Übernachtung muss privat organisiert werden.
Eine Veranstaltung der Theologischen Hochschule Chur und des Instituts für Reformationsgeschichte der Universität Zürich – Anmeldung über die Webseite der THChur (siehe Anmeldung)
28. Mai 2026 bis 30. Mai 2026
Theologische Hochschule Chur
Institut für Reformationsgeschichte der Universität Zürich
Lehrstuhl für Philosophie und Philosophiegeschichte an der Theologischen Hochschule Chur