Anfang 2027 wird die Studie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche der Schweiz veröffentlicht. Was die Veröffentlichung in Pfarreien, bei Betroffenen, Verantwortlichen, Seelsorgenden und kirchlichen Mitarbeitenden auslösen wird, ist in der Fülle nicht absehbar. Sicher ist allerdings: Die Ergebnisse werden neue und altbekannte Fragen aufwerfen; sie werden Emotionen und Reaktionen hervorrufen, die die Kirche vor Ort und ihre Mitglieder beschäftigen wird. Seelsorgende und kirchliche Mitarbeitende werden dann sowohl persönlich als auch in ihrer Rolle gefragt sein.
Genau hier setzt die Fortbildung an. Sie bietet einen Raum, sich auf die Veröffentlichung der Missbrauchsstudie einzustellen. Durch Inputs und Diskussionen wird aufgezeigt, was die vermuteten Studienergebnisse für Betroffene und Pfarreimitglieder bedeuten könnten. Im Zentrum steht dabei die Frage: «Was hilft mir, wenn das Thema nahegeht, und wie kann ich andere in dieser Situation begleiten?» Dafür werden praktische Impulse und Bezüge zu Erfahrungen aus anderen Kontexten Handlungsoptionen anbieten. Im gemeinsamen Austausch soll darüber nachgedacht werden, wie Selbst- und Seelsorge in Anbetracht der Veröffentlichung gelingen kann.
